19.6.2020 – Gemeinsame Maßnahmen der Stadt Regensburg und der Polizei beschlossen

19.6.2020 Regensburg/Oberpfalz. Das schöne und warme Wetter lockt auch in der Corona-Zeit viele Bürgerinnen und Bürger gerade am Wochenende auf Regensburgs Straßen und Plätze. Durch effektive Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie konnte die Ausbreitung des Virus bislang erfolgreich eingedämmt werden, weshalb in den letzten Tagen und Wochen entsprechende Lockerungen der Bestimmungen möglich wurden.

Gewisse Präventionsmaßnahmen wie die Einhaltung des Mindestabstands und die Vermeidung größerer Ansammlungen waren Meilensteine und sind weiterhin unverzichtbar.

Am vergangenen Wochenende wurden diese Verhaltensregeln an manchen Straßen und Plätzen Regensburgs, besonders am Bismarckplatz, deutlich missachtet.

Durch solche Ansammlungen steigt erheblich die Gefahr einer gleichzeitigen Ansteckung vieler Personen und sie stellen ein Risiko dar, das durch richtiges Verhalten vermeidbar ist.

Eine neue Infektionswelle würde letztlich zu strengeren Infektionsschutzmaßnahmen und damit erneut zu intensiveren Beschränkungen führen. Dieses Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung möchten die Stadt Regensburg und die Regensburger Polizei dringend vermeiden.

Es kommt dabei auf das richtige Verhalten eines jeden Einzelnen an, weshalb die Sicherheitsbehörden an das Verantwortungsbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger appellieren.

Dazu Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer: „Ich habe vollstes Verständnis, dass die Menschen nach der wochenlangen Ausgangsbeschränkung nach draußen drängen, endlich wieder ihre Freunde treffen und das schöne Wetter genießen wollen. Aber die Lockerungen waren nur möglich, weil so viele vernünftig waren, sich an die Regeln gehalten haben und dadurch die Anzahl der Neuinfektionen gesenkt haben. Ich möchte einen zweiten Lockdown unbedingt vermeiden und appelliere daher eingehend an alle Regensburgerinnen und Regensburger: Gehen Sie gerne raus und genießen Sie das Leben. Aber halten Sie sich dabei immer an die Abstandsregeln.“

Am 17. Juni erörterten Verantwortliche der Stadt Regensburg und der Polizei gemeinsam in einem Gespräch verschiedene Maßnahmen im Kontext der aktuell geltenden Infektionsschutzvorschriften. So werden beispielsweise am kommenden Wochenende die Regensburger Polizei und der Kommunale Ordnungsservice (KOS) der Stadt Regensburg wieder verstärkt im Innenstadtbereich im Einsatz sein. Am Bismarckplatz wird zudem eine mobile Wache der Polizei eingerichtet.

Sollte es in bestimmten Bereichen der Stadt zu Ansammlungen kommen, werden die Einsatzkräfte das Gespräch suchen und gegebenenfalls lenkend eingreifen. Im Einzelfall kann es daher auch kurzfristig zu vorübergehenden Sperrungen von betroffenen Örtlichkeiten kommen.

Die Einsatzkräfte bitten bereits im Vorfeld, stark besuchte Orte im Sinne der Gesundheit aller Menschen in Regensburg zu meiden und den Mindestabstand von 1,5 Meter, der uneingeschränkt weiter gilt, einzuhalten.

Um dies zu unterstützen, lässt das Gartenamt 22 große Blumenkübel aufstellen, die den Platz unterteilen und für größere Distanz zwischen den Gruppen sorgen.

Ein großflächiges Transparent, das darauf hinweist, den Mindestabstand einzuhalten, wird zum Wochenende am Gebäude des Theaters hängen. Ein weiteres Transparent wird in den nächsten Tagen mit der gleichen Botschaft am Haus der Musik zu sehen sein.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)



Ansturm auf die Ausflugsregionen am Pfingstwochenende erwartet 🗓

29.5.2020 Oberbayern. Bereits an den letzten Wochenenden kam es in den Ausflugsregionen des südlichen Oberbayerns regional zu teils chaotischen Verkehrsverhältnissen. Viele Einheimische und Ausflügler nutzten nach den Wochen der Ausgangsbeschränkungen das sonnige Wetter für einen Kurztrip in die Berge oder an die Seen.

Die Polizei bittet auch für das kommende Wochenende, um Rücksicht und Augenmaß, insbesondere beim Parken von Fahrzeugen.

Nach der Aufhebung der Ausgangsbeschränkung anlässlich der Corona-Pandemie und den ersten Sonnenstrahlen nach tagelangem Regenwetter zog es bereits an den vergangenen Wochenenden viele Ausflügler und Freizeitsportler in die oberbayerischen Berge und an die Seen. Dies machte sich insbesondere auf den An- und Abfahrtswegen sowie den Parkplätzen bemerkbar.

Vielerorts waren die öffentlichen Ausflugsparkplätze schon am frühen Vormittag belegt, sodass zahlreiche Fahrzeuge am Fahrbahnrand, in Wäldern oder auf Wiesen abgestellt wurden. Dies führte in der Folge auch zu langen Staus, da auf schmalen Zufahrtsstraßen durch geparkte Fahrzeuge und Gegenverkehr erhebliche Behinderungen entstanden.

Aus diesem Grund weist die Polizei noch einmal eindringlich darauf hin, dass auch am kommenden Wochenende und an den folgenden Tagen der beginnenden Pfingstferien die Einhaltung der Parkordnung und das Freihalten der Rettungswege in den Ausflugsregionen verstärkt kontrolliert werden.

Die örtlichen Dienststellen des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd werden hierbei von Einsatzkräften der Operativen Ergänzungsdienste, von der Kontrollgruppe Motorrad sowie Einheiten der Bayerischen Bereitschaftspolizei unterstützt. Festgestellte Verstöße werden konsequent geahndet. Dies kann von einem Bußgeld bis hin zur Abschleppung des Fahrzeugs oder einer Ordnungswidrigkeitenanzeige führen.

Die Polizei bittet im Interesse aller:

Parken Sie nur auf ausgewiesenen Parkplätzen und -flächen!

Denken Sie an die Umwelt! Insbesondere Wiesen und Wälder, die nicht explizit als Parkplatz ausgewiesen wurden, sind nicht zum Abstellen eines Fahrzeugs geeignet!

Halten Sie Rettungswege frei und achten Sie beim Parken am Fahrbahnrand auf eine ausreichende Fahrbahnbreite für größere Einsatz- und Rettungsfahrzeuge!

Weichen Sie auf andere Parkplätze aus, auch wenn sich hierdurch Ihr Fußweg verlängert!



21.4.2020 – Brand in Pegnitz

22.4.2020 Pegnitz/Oberfranken. Hoher Sachschaden entstand am Dienstagvormittag bei einem Brand in einer Autowerkstatt in Pegnitz. Glücklicherweise erlitt niemand Verletzungen.

Gegen 7:45 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Bayreuth/Kulmbach die Mitteilung über den Brand in der Autowerkstatt in der alten Poststraße ein.

Als die Beamten der Pegnitzer Polizei dort eintrafen, stellten sie ein offenes Feuer in der zu einem Autohaus gehörigen Werkstatt fest.

Sämtliche anwesenden Personen hatten sich bereits rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Während Einsatzkräfte der Feuerwehr den Brand bekämpften, sperrten Beamte die durch Pegnitz verlaufende Bundesstraße B2 teilweise komplett.

Den über 200 Einsatzkräften der Feuerwehr gelang es, das Feuer in den frühen Mittagsstunden unter Kontrolle zu bringen. Das windige Wetter am Vormittag erschwerte die Löscharbeiten, da die Windböen den lodernden Schwelbrand stetig neu entfachten.

Nach ersten Maßnahmen durch Beamte der Polizeiinspektion Pegnitz haben Brandfahnder der Kriminalpolizei Bayreuth die Ermittlungen zur bislang noch unbekannten Ursache aufgenommen.

Der durch das Feuer entstandene Sachschaden liegt nach einer ersten Einschätzung der Ermittler im sechsstelligen Eurobereich.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)



Oberfränkische Polizei ist hinsichtlich der geltenden Ausgangsbeschränkung während des Osterwochenendes zufrieden

14.4.2020 Oberfranken. Das Polizeipräsidium Oberfranken zieht eine positive Bilanz aus den Feiertagen. Während des langen Osterwochenendes hielt sich der Großteil der Bevölkerung an die geltende Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus.

Zwischen Karfreitag, 6 Uhr, und Ostermontag, 6 Uhr, führten die Polizisten in Oberfranken rund 9.000 Kontrollen im Zusammenhang mit der allgemeinen Verordnung zum Infektionsschutzgesetz durch. Dabei stellten die Beamten etwa 800 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung fest.

So verleitete das schöne Wetter am Ostersonntag einige Motorradfahrer dazu gegen die aktuelle Beschränkung zu verstoßen. Die Polizei Pegnitz zeigte 15 Kradfahrer an, die eine „Spazierfahrt“ machten. Herausragend war auch die Auflösung einer Corona-Geburtstagsparty am frühen Sonntagmorgen in Bayreuth, bei der ein Richter den Gewahrsam des Gastgebers bis zum 19. April 2020 verlängerte.

Erfreulicherweise blieben in den Ausflugsregionen wie z.B. der Fränkischen Schweiz, dem Fichtelgebirge oder dem Frankenwald die Besucherströme aus. Die zuständigen Dienststellen stellten fest, dass die Naherholungsgebiete in der Mehrzahl von der einheimischen Bevölkerung besucht worden waren. Auch den Verkehr auf den Straßen beschrieben die Polizisten als ruhig.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)



Appell des Oberpfälzer Polizeivizepräsidenten für das bevorstehende Osterwochenende

9.4.2020 Oberpfalz. Auch über die Osterfeiertage wird die Oberpfälzer Polizei verstärkt Kontrollen zur Einhaltung der Ausgangsbeschränkung durchführen.

Polizeivizepräsident Thomas Schöniger appelliert an die Bürgerinnen und Bürger in der Oberpfalz zur Einhaltung der Schutzregeln und warnt Uneinsichtige.

Gerade bei dem vorhergesagten schönen Wetter ist die Versuchung mancher groß, gegen die notwendigen Schutzregeln der Ausgangsbeschränkung zu verstoßen. Durch Kontrollen, auch am bevorstehenden Osterwochenende, überwacht die Oberpfälzer Polizei die Einhaltung der Bestimmungen, um die Ausbreitung des Corona-Virus weiter zu verlangsamen.

„Ich rate dringend davon ab, weite Strecken an einen beliebten Ausflugsort zurückzulegen. Die Oberpfalz bietet jedem in seinem näheren heimischen Umfeld die Möglichkeit, sich an der frischen Luft zu bewegen und die Sonne zu genießen. Auch gegen ein kurzzeitiges Verweilen auf einer Parkbank ist nichts einzuwenden. Hier ist jedoch unbedingt zu beachten, dass dies ausschließlich alleine oder mit Personen des gleichen Hausstandes erlaubt ist und zu anderen Personen stets der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird“, so Polizeivizepräsident Thomas Schöniger.

Auch Besuche bei Verwandten sind nur bei notwendigen Hilfeleistungen gestattet, wie etwa zur Hilfe beim Einkauf.

Schöniger appelliert: „Bleiben Sie zuhause! Jeder ist angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes zu unterlassen. Verzichten Sie bitte auf Kaffeekränzchen und nutzen Sie lieber das Telefon oder Skype, um in Kontakt zu bleiben. Sie schützen damit nicht nur sich, sondern auch Ihre Mitmenschen.“

Grundsätzlich gilt: Das Verlassen der eigenen vier Wände ist nur mit triftigen Gründen erlaubt!

Unbelehrbare werden konsequent sanktioniert und die Verstöße zur Anzeige gebracht.
Bei Nichtbeachtung der Ausgangsbeschränkung ist ein Bußgeld von bis zu 5.000 EUR möglich. Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung, z. B. durch Gruppen, Veranstaltungen oder Versammlungen, haben ein Strafverfahren zur Folge.

Der überwiegende Teil der Oberpfälzer Bevölkerung verhält sich vorbildlich und beachtet die Schutzregeln der Ausgangsbeschränkungen. Das zeigen die bislang über 21.000 durchgeführten Kontrollen in der Oberpfalz. Ein geringer Prozentsatz jedoch verstößt aus Uneinsichtigkeit gegen die Vorgaben, was bis dato zu mehr als 1.500 Anzeigen führte.

In Einzelfällen mussten leider auch Verhaltensweisen festgestellt werden, die besonders in Zeiten der Corona-Krise gefährliche Folgen haben können:

„Das absichtliche Anhusten, gelegentlich auch Anspucken von Einsatzkräften, aber auch von unbeteiligten, zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürger, ist völlig inakzeptabel! Solche Taten werden in enger Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften konsequent und mit aller Härte verfolgt!“ stellt Polizeivizepräsident Thomas Schöniger klar.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)



4./5.4.2020 – Wochenendbilanz im Polizeipräsidium Niederbayern

6.4.2020 Niederbayern. Nach einem sonnig-warmen Wochenende zieht die Polizei Niederbayern ein durchwachsenes Fazit. Der Großteil der Bevölkerung hält sich an die Ausgangsbeschränkungen, einige Ausreißer trüben das ansonsten positive Bild.

Zwischen Freitag, 06:00 Uhr, und Montag, 06:00 Uhr, führten die Einsatzkräfte rund 4.000 Kontrollen durch. Am Samstag beispielsweise kamen auf knapp 500 Kontrollen zur Ausgangsbeschränkung rund 200 Verstöße. Landshut, Deggendorf und Straubing waren mit jeweils über 40 aufgenommenen Anzeigen die am stärksten belasteten Gebiete, was bekanntermaßen auf die entsprechend höhere Kontrolldichte zurückzuführen ist.

Besonders unerfreulich waren die festgestellten Corona-Partys und Grillfeiern am Wochenende. „Dass sich die Menschen bei diesem Wetter draußen aufhalten möchten ist ganz klar. Dafür haben wir zwar Verständnis, nichtsdestotrotz muss die Polizei bei entsprechenden Verstößen einschreiten. Wofür jedoch überhaupt kein Verständnis mehr besteht, sind organisierte Feiern zum gemeinsamen Grillen und Alkoholkonsum. Und von diesen Feiern gab es am Wochenende ein paar zu viel“, so ein Pressesprecher des Präsidiums Niederbayern.

Vor allem an Badeweihern trafen zahlreiche Personen zusammen, um gemeinsam zu grillen und Alkohol zu trinken. Die Polizei musste auch einige häusliche Partys auflösen. Aufgrund überlauter Musik wurden Nachbarn auf die Partys aufmerksam und informierten die Polizei. Im Nachgang einer solchen Corona-Party im Landkreis Kelheim kam es noch zu einer Körperverletzung zwischen den Gästen. Im Kreis Dingolfing-Landau musste ein Polizeibeamter üble Beleidigungen über sich ergehen lassen, während eine private Feier beendet wurde.

Neben derartigen Partys, die regelmäßig der jüngeren Bevölkerungsgruppe zuzuordnen waren, musste die Polizei auch einige Familien tadeln. Eltern trafen sich mit ihren Kindern auf Spielplätzen oder in öffentlichen Grünanlagen und erhalten ebenso Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz.

Die Mehrzahl der Verstöße waren weiterhin Personen zuzuordnen, die ohne triftigen Grund unterwegs waren oder sich in kleinen Gruppen versammelt hatten, obwohl sie nicht demselben Hausstand angehörten. Insgesamt brachten die Polizeibeamten in Niederbayern über 500 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung zur Anzeige.

In der kommenden Woche wird die Polizei weiter mit Hochdruck kontrollieren, Hinweisen nachgehen und Verstöße konsequent ahnden. Die Bevölkerung wird aufgerufen sich diszipliniert und solidarisch an die geltenden Beschränkungen zu halten!

Auch wenn die Corona-Krise mittlerweile seit einiger Zeit in aller Munde ist, ergeben sich immer noch Fragen zur Auslegung der Allgemeinverfügung. Hier darf nochmals auf die Antworten des Staatsministeriums des Innern auf häufig gestellte Fragen unter https://www.stmi.bayern.de/miniwebs/coronavirus/faq/index.php verwiesen werden. Dort angegebene Antworten stellen den aktuellen Sachstand dar, werden stetig aktualisiert und können sich somit auch jederzeit ändern. Daher lohnt es sich, regelmäßig einen Blick in die aktuelle Regelungslage zu werfen.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)



3.4.2020 – Herrmann appelliert, die Schutzregeln unbedingt einzuhalten, und kündigt verstärkte Polizeikontrollen an

4.4.2020 Nürnberg/München. Ausgangsbeschränkung zur Eindämmung des Coronavirus: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann appelliert, die Schutzregeln unbedingt einzuhalten, und kündigt verstärkte Polizeikontrollen an – Bereits rund 25.000 Verstöße.

Mit Blick auf das vorhergesagte schöne Wetter an den kommenden Tagen hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nochmal an alle Bürgerinnen und Bürger appelliert, sich unbedingt an die Ausgangsbeschränkung zu halten:

„Nur bei größter Vorsicht und Rücksichtnahme können wir die Ausbreitung des hochgefährlichen Coronavirus einbremsen.“ Herrmann warnte: „Jede Unachtsamkeit kann zu Infektionen mit schlimmsten Folgen führen. Bitte bleiben Sie zuhause, um sich und andere zu schützen!“

Herrmann riet eindringlich davon ab, zig Kilometer an einen beliebten Ausflugsort zu fahren. „Bleiben Sie lieber im heimischen Umfeld, das Sie gut kennen und wo Sie auch wissen, dass an einem bestimmten Ort nicht mit vielen Menschen zu rechnen ist“, lautet der Rat des Ministers. Gegen einen Spaziergang auf einem einsamen Waldweg spreche nichts. Das gelte auch für ein kurzzeitiges Verweilen oder eine Verschnaufpause auf einer Parkbank, sofern die notwendigen Mindestabstände eingehalten werden.

Herrmann: „Völlig verfehlt wäre es aber, in dieser Zeit ausgerechnet in ein Gebiet zu fahren, wo ein weit überdurchschnittliches Infektionsrisiko besteht. Das gilt für den Landkreis Tirschenreuth und Umgebung genauso wie für die Landkreise Rosenheim und Miesbach.“

„Sollten die Schutzregeln nicht eingehalten werden, muss die Polizei einschreiten, um das Infektionsrisiko einzudämmen“, kündigte Herrmann unmissverständlich an. Er habe die Bayerische Polizei angewiesen, die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung am kommenden Wochenende vor allem an Hotspots und beliebten Ausflugsorten verstärkt zu kontrollieren. Dabei werden die örtlichen Polizeiinspektionen von der Bereitschaftspolizei unterstützt.

Laut Herrmann hält sich der weit überwiegende Teil der Bevölkerung vorbildlich an die Schutzregeln. Überhaupt kein Verständnis hat er für diejenigen, die aus Uneinsichtigkeit gegen die Vorgaben verstoßen: „Meine Warnung an die Unbelehrbaren: Verstöße werden wir konsequent sanktionieren. Der Bußgeldkatalog sieht saftige Geldbußen vor.“

Laut Herrmann gehe es nicht darum, jemanden zu kriminalisieren. „Aber jeder muss verstehen, dass es beim Coronavirus für viel zu viele Menschen um Leben und Tod gehen kann.“ Der Innenminister weiter: „Bitte suchen Sie auch nicht nach irgendwelchen Schlupflöchern. Wir setzen auf Ihre Einsicht und Vernunft. Wenn Sie sich selbst die Frage stellen, ob der geplante Ausflug eine gute Idee ist, bleiben Sie im Zweifel besser zuhause!“

Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkung am 21. März hat die Bayerische Polizei bis heute insgesamt rund 300.000 Kontrollen durchgeführt, die nicht nur die Ausgangsbeschränkung selbst umfassten, sondern beispielsweise auch Kontrollen der Gastronomie und der Ladengeschäfte. Allein bei der Überwachung der Ausgangsbeschränkung haben die Polizisten rund 25.000 Verstöße festgestellt.

(Symbolfotos: Bayerische Polizei)



11.9.2019 – Ereignisse vom Rosenheimer Herbstfest

12.9.2019 Rosenheim/Oberbayern. Am zweiten Familientag war die Rosenheimer Wiesn bei bestem Wetter wieder sehr gut besucht.

Die Beamten der Wiesnwache waren einmal mehr für Fragen, Selfies und Fotos gefragt und brachten die einen oder anderen Kinderaugen mit Gummibärchen oder kleinen Polizeikellen wieder zum Leuchten, nachdem unter Umständen das ein oder andere Leuchten nach dem Schulstart leicht zu „flackern“ begann.

Im weiteren Verlauf des Tages blieb das Einschreiterfordernis der Beamtinnen und Beamten weiter überschaubar.

Nicht wahrhaben wollte ein 23-jähriger Rosenheimer, dass für ihn das diesjährige Rosenheimer Herbstfest bereits vorzeitig beendet ist. Gegen 23:00 Uhr wurde der junge Mann vom Sicherheitsdienst im Bereich eines Schankbetriebs festgestellt, was grundsätzlich noch unproblematisch gewesen wäre. Allerdings hatte der Rosenheimer bereits vergangenen Samstag ein „Wiesnverbot“ bekommen, weshalb er des Festgeländes verwiesen wurde und eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch erhielt.

Gegen 23:45 Uhr beobachteten Beamten der Rosenheimer Polizei einen 18-jährigen Wiesnbesucher, wie dieser vergeblich versuchte seinen Pkw einzuparken. Nachdem der Rosenheimer nach mehreren Rangierversuchen immer noch auf dem Gehweg stand, „fragten die Kollegen mal kurz nach“. Alkoholgeruch und der anschließende Alkotest brachten die Erklärung. Die über 1,1 Promille hatten zur Folge, dass der Führerschein an Ort und Stelle weg war.



7.9.2019 – Ereignisse vom Rosenheimer Herbstfest

8.9.2019 Rosenheim/Oberbayern. Die Rosenheimer Polizei zeigt sich recht zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der ersten Festwoche. Dass sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte tat der guten Stimmung keinen Abbruch und die Festzelte waren bestens gefüllt.

Das mittlere Wochenende bereitete der Polizei erwartungsgemäß die bislang einsatzreichsten Tage. Unter anderem ein „Radldieb“, „österreichischer Jointrauch“ und ein paar übermäßig alkoholisierte „Streithanseln“, die zu späterer Stunde aneinander gerieten, hielten die Einsatzkräfte ein wenig in Atem, doch mit vereinten Kräften konnte die Lage schnell beruhigt werden.

Die Beamten staunten nicht schlecht, als sie am Freitagnachmittag gegen 16:00 Uhr zwei 32-jährige Österreicher feststellten. Völlig entspannt und ungeniert standen die Beiden „brettlbroad“ vorm Haupteingang und rauchten einen Joint! Die Folge war klar: Joint sichergestellt – Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz kassiert.

Mitarbeitern der Rosenheimer Sicherheitswacht fielen gegen 18:30 beziehungsweise 19:15 im Stadtgebiet zwei „Souvenirjäger“ auf. Ein mit über 2 Promille „gestärkter“ 31-jähriger Münchner fand wohl ein Brotzeitmesser aus einem Schankbetrieb besonders schick und ließ dieses ganz „légère“ aus der hinteren Hosentasche ragen. Der obligatorische Maßkrug aus genau dem gleichen Schankbetrieb war wiederum das Objekt der Begierde eines 43-jährigen Londoners. Beide mussten ihre Errungenschaften wieder abgeben und anstatt dessen gab es Diebstahlsanzeigen.

Ganz bestimmt nicht lustig war das Verhalten einer 27-jährigen Rosenheimerin gegen 19:00 Uhr im Bereich des Riesenrades. Die junge Dame zückte im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung plötzlich ein Pfefferspray und sprühte einfach drauf los, traf jedoch glücklicherweise niemanden. Da werden auch die über ein Promille Alkohol keine Ausrede sein. Das Pfefferspray wurde ihr logischerweise abgenommen und wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung ermittelt nun die Polizei gegen sie.

Doch auch einem 19-jährigen Raublinger war wohl nicht geläufig, dass „Waffen und gefährliche Gegenstände auf der Wiesn nix verloren haben“. Der junge „Bursch“ fiel um 22:15 Uhr ein paar Wiesnbesuchern im Bereich des Biergartens eines Schankbetriebs auf, wie er mit einem Elektroschockgerät rumhantierte. Als ihn die dazu gerufenen Beamten der Wiesnwache kontrollieren wollten versuchte er zu flüchten, konnte aber wenig später festgenommen und der E-Schocker sichergestellt werden. Der junge Mann mit über 1,5 Promille hatte sogar noch Glück, dass er das Gerät nicht unabsichtlich aktivierte, denn versteckt hatte er es im vorderen Bereich seiner Unterhose…

Dass auch Langfinger vor dem Rosenheimer Herbstfest nicht Halt machen ist wohl allgemein bekannt und so wechselte auch schon das eine oder andere Fahrrad unfreiwillig den Besitzer. Genau aus diesem Grund legt die Rosenheimer Polizei auch darauf ein besonderes Augenmerk. Zivilen Beamten der Operativen Ergänzungsdienste Rosenheim fiel in dem Zusammenhang am Samstag gegen 22:30 Uhr ein 31-jähriger Rosenheimer im Bereich des Haupteingangs auf. Der junge Mann wurde dabei beobachtet, wie er sich verdächtig „aufrichtig“ um dort abgestellte Fahrräder „kümmerte“. Bei der wenig später durchgeführten Kontrolle beschäftigte sich der „Radldieb“ gerade mit seiner bisherigen Beute: drei gestohlenen Fahrräder. Der Rosenheimer wurde daraufhin vorläufig festgenommen und die Fahrräder sichergestellt.

Symbolfoto: Bayerische Polizei



1.9.2019 – Ereignisse vom Rosenheimer Herbstfest

2.9.2019 Rosenheim/Oberbayern. Der erste Wiesnsonntag war insgesamt ein eher ruhiger Arbeitstag für die Beamtinnen und Beamten der Rosenheimer Wiesnwache. Bei abermals traumhaftem Wetter war der Festplatz gut gefüllt.

Die gelöste und „gmiatliche“ Stimmung wurde nur von einigen Wenigen gestört, so dass sich die Polizei nach den ersten beiden Festtagen sehr zufrieden mit dem friedlichen und fröhlichen Wiesnauftakt zeigt.

Nicht besonders süß fand die Betreiberin einer französischen Imbissbude einen bislang unbekannten Wiesnbesucher am späten Sonntagabend. An dem Verkaufstand wird eine süße Form eines bretonischen Eierkuchens, gerne verfeinert mit einer noch viel süßeren Nuss-Nougat-Creme, angeboten. Genau ein Glas dieser Nuss-Nougat-Creme war das Ziel eines jungen Burschen, der sich schnell so ein Gläschen schnappte und sofort davonlief. Verfolgt durch den Sicherheitsdienst musste er dann jedoch „Ballast“ in Form der Beute abwerfen, konnte jedoch unerkannt entwischen. Das Glas mit dem leckeren Brotaufstrich ging dabei leider zu Bruch.

Völlig daneben verhielt sich eine 27-jährige Frau aus dem Landkreis Rosenheim. Die völlig betrunkene Dame hatte ihre 7-jährige Tochter mit aufs Herbstfest gebracht, konnte sich jedoch aufgrund ihrer Alkoholisierung nicht mehr wirklich um das kleine Mädchen kümmern. Die Beamtinnen und Beamten der Wiesnwache wurden von mehreren Festbesuchern auf den Vorfall aufmerksam gemacht. Eine von der Wiesnwache verständigte Bekannte der Mutter nahm sich dem kleinen Mädchen an.

Nicht ganz so einverstanden war wohl ein 27-jähriger Rosenheimer mit den Kochkünsten eines Imbisstandes kurz vor 12:30 Uhr. Der mit 2 Promille „ausgestattete“ Herr echauffierte sich derartig über eine zuvor erworbene Leckerei und pöbelte vorbeigehende Gäste und das Imbisspersonal massiv an. Doch damit noch nicht genug! Zum krönenden Abschluß seiner Entrüstung warf er die belegte Semmel mit voller Wucht wieder zurück in den Verkaufsstand! Die Folgen für den Herrn sind vermutlich klar. Wer in dem Zustand und in derartiger Form das Dosenwerfen mit einer Imbissbude verwechselt, kassiert ein Wiesnverbot und eine kostenpflichtige Ausnüchterung in der Polizeizelle.


Symbolfoto: Bayerische Polizei