Vogelgrippe: Einschränkungen für Geflügelhalter im Oberallgäu

Februar 8, 2021 | Kategorie:Nachrichten |
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8.2.2021 Landkreis Oberallgäu. Die hochansteckende Geflügelpest („HPAI“) breitet sich in Europa und Deutschland immer weiter aus. Derzeit ist ein dynamisches Infektionsgeschehen in Norddeutschland mit aktuell hunderten Infektions-Nachweisen bei Wildvögeln sowie auch bei Hausgeflügel mit starker Ausbreitungstendenz nach Süden zu beobachten.

Das Risiko der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags sowie der weiteren Verbreitung in Geflügelhaltungen und Vogelbeständen (z.B. zoologische Einrichtungen) wird durch das zuständige Friedrich-Löffler-Institut als hoch eingestuft.

Überwachungsmaßnahmen hinsichtlich toter oder kranker Wildvögel sollten demach unverzüglich weiter intensiviert sowie die Biosicherheit in den Geflügelhaltungen überprüft und optimiert werden.

In Bayern sind über die Landesfläche verteilt bislang vier Fälle von HPAI bei Wildvögeln amtlich festgestellt worden. Außerdem wurde in einem kleinen Hausgeflügelbestand in Bayreuth ein Geflügelpestausbruch bestätigt. Festgestellt wurde die Geflügelpest somit bei Tieren in Passau, Landsberg am Lech, Haßberge, Starnberg und Bayreuth.

Auch in Radolfzell, Landkreis Konstanz, Baden-Württemberg, wurde die Geflügelpest bei einem Rabenvogel festgestellt.

Die aktuellen Befunde lassen befürchten, dass es sich in Bayern nicht nur um ein lokal begrenztes Geschehen an den größeren bayerischen Flüssen handelt, sondern das Geflügelpestvirus sich bereits weitgehend in der Wildvogelpopulation manifestiert hat. Deshalb ist mit hoher Wahrscheinlichkeit mit weiteren HPAI-Funden bei Wildvögeln in Bayern zu rechnen, die Verbreitung über Zugvögel ist dabei ein wichtiger Faktor.

Aufgrund der räumlichen Nähe zu den bisher festgestellten Fällen von Geflügelpest waren daher auch für den Landkreis Oberallgäu entsprechende Biosicherheitsmaßnahmen anzuordnen (veröffentlicht im Amtsblatt vom 04.02.2021)

Allgemeinverfügung