Unterstützung für Oberallgäuer Grundschulkinder

Juli 1, 2021 | Kategorie:Nachrichten |
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1.7.2021 Landkreis Oberallgäu. Das Bildungsbüro Oberallgäu hat in Kooperation mit dem Staatlichen Schulamt und der Kinderbrücke Allgäu e.V. das Nachhilfeprojekt „Lernlücken erfolgreich schließen“ an mehreren Grundschulen im Oberallgäu ins Leben gerufen.

Insgesamt beteiligen sich zum Auftakt 13 Oberallgäuer Grundschulen mit dem Ziel durch die Schulschließungen verursachte Lernlücken bei bedürftigen Schulkindern zu füllen.

Nach vielen Wochen und Monaten des Distanzunterrichts befinden sich die Oberallgäuer Grundschulkinder seit Kurzem wieder im Präsenzunterricht.

Die Corona-Pandemie, die damit verbundenen Schulschließungen und längeren Zeiten des Homeschoolings waren bis zuletzt für alle Beteiligten im Bildungsbereich eine herausfordernde Zeit. Dies gilt insbesondere für leistungsschwächere Kinder aus bedürftigen Familien.

„Allein durch die Wiederaufnahme des Unterrichts in den Schulen und die unterrichtlichen Maßnahmen können die entstandenen, oft gravierenden, Defizite nicht aufgeholt werden. Uns war klar, dass wir die Familien im Oberallgäu hier unterstützen möchten. Mit dem Bildungsbüro Oberallgäu haben wir einen gut vernetzten Projektpartner gefunden mit welchem zügig ein bedarfsgerechtes Projekt entwickelt und umgesetzt werden konnte.“, fasst Frau Simone Burk-Seitz, 1. Vorsitzende der Kinderbrücke Allgäu e. V., die Hintergründe zusammen.

Mithilfe der Finanzierung durch die Kinderbrücke Allgäu e.V. können pro Grundschule wöchentlich zwei Stunden mit mehreren kostenfreien Lerngruppen angeboten werden. Das Projekt findet ergänzend zum Regelunterricht in den Räumen der jeweiligen Schulen statt.

Wenn sich Kinder verbessern, können sie die Nachhilfe verlassen und geben den Platz für andere Kinder frei. So können möglichst viele unterstützungsbedürftigen Kinder am Projekt teilhaben.

„Das Nachhilfeprojekt bildet einen wichtigen Baustein zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Insbesondere unsere Grundschulkinder haben noch einen langen Bildungsweg vor sich und sollten möglichst frühzeitig gefördert werden. Schließlich sind sie es, die unsere Fachkräfte von morgen sein werden.“, hebt Landrätin Indra Baier-Müller hervor.

Die Mitinitiatorin des Projektes, Anja Maurus aus dem Bildungsbüro Oberallgäu, fügt abschließend hinzu:

„Auch im nächsten Schuljahr soll das Projekt weiter fortgesetzt werden, solange keine ausreichenden Mittel durch das Förderprogramm „gemeinsam.Brücken.bauen“ des Kultusministeriums zur Verfügung stehen.“

Interessierte Grundschulen können sich an das Bildungsbüro unter bildungsbuero(at)lra-oa.bayern.de oder 08321/612-143 wenden.