Landesverkehrsminister Hermann besucht Audi-Standort Neckarsulm

September 13, 2016 | Kategorie:Nachrichten |
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13.9.2016. Der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann hat den Audi-Standort Neckarsulm besucht. Eine Delegation der verkehrspolitischen Sprecher aller Fraktionen im Landtag begleitete den Minister. Dr. Brian Rampp, Leiter Politik der AUDI AG, und Werkleiter Helmut Stettner gaben den Politikern einen Einblick in den zweiten deutschen Standort der AUDI AG. Im Vordergrund standen dabei digitale und nachhaltige Mobilitätsprojekte, die am Standort voran getrieben werden.

Bei seinem Besuch im Werk Neckarsulm machte sich Minister Hermann ein Bild vom aktuellen Stand der Audi Brennstoffzellentechnologie und testete den Audi A7 Sportback h-tron quattro. Diese Technikstudie fährt rein elektrisch mit einer Brennstoffzelle als Energielieferant. Sie ist mit einer Hybridbatterie sowie je einem Elektromotor an der Vorder- und Hinterachse kombiniert. Mit einer Tankfüllung Wasserstoff hat der A7 Sportback h-tron quattro eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern. Aus dem Auspuff kommt dabei kein CO2 sondern nur ein paar Tropfen Wasser.

Auch im Werk selbst setzt Audi auf alternative Antriebe. Initiiert durch die Audi-Werklogistikplanung transportiert ein Spediteur seit Anfang September 2016 seine Lieferungen mit zwei biomethangetriebenen Lastkraftwagen. Das Biogas wird aus Abfall- und Reststoffen gewonnen und ermöglicht einen nahezu klimaneutralen Betrieb. Außerdem ersetzt eine Zugmaschine mit Elektroantrieb einen reguläre Diesellastkraftwagen beim Rangierbetrieb zwischen dem Traileryard und dem Werkgelände. Die e-Zugmaschine fährt emissionsfrei und senkt die Lärmbelastung bei den jährlich rund 3.000 Fahrten.

„Der Standort Neckarsulm arbeitet an vielen Zukunftsthemen – von der technischen Entwicklung über die Logistik bis hin zur Fertigung“, fasst Werkleiter Helmut Stettner zusammen. „Die Maßnahmen steigern Effizienz und Nachhaltigkeit und tragen dazu bei, für unsere Kunden auch in Zukunft die besten Automobile zu bauen.“

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL ergänzte: „Umweltfreundliche, ressourcenschonende und zukunftsfähige Mobilität sollte vor der eigenen Tür beginnen. Mit alternativen Antrieben und digitalen Technologien zeigt Audi wie nicht nur die Fahrzeugflotte, sondern auch die eigene Werkslogistik optimiert werden können. Die Menschen wollen keine stinkenden und rußenden Autos und Busse mehr in den Innenstädten. Auch das Land geht voran: Die Dienstwagenflotte wird weiter elektrifiziert und mit dem Testfeld zum autonomen Fahren schaffen wir eine zukunftsfähige Plattform für die Mobilität in Baden-Württemberg.“

Helmut Stettner bat Minister Hermann bei dessen Besuch um Unterstützung für die Region bei erforderlichen Straßenbaumaßnahmen. „In einer von starkem Wirtschaftswachstum geprägten Region ist es wichtig, dass auch die Infrastruktur mitwächst“, betonte er.

Zur weiteren Entlastung der CO2-Bilanz führt Audi am Standort Neckarsulm stufenweise das Konzernprojekt „LKW Quick Check-in“ ein. Dabei steuert und optimiert das Unternehmen die Warenanlieferung mithilfe einer App. Die Lieferanten und Speditionen übermitteln beim „LKW Quick Check-in“ die Frachtpapiere digital, auch die Verbuchung der geladenen Waren erfolgt automatisch. Gleichzeitig verfolgt die Audi-Logistik die ankommenden LKW mittels GPS-Tracking, steuert die Anlieferung in Echtzeit und leitet sie per App an die zugewiesene Ladestelle.

Eine digitale Neuerung „made in Neckarsulm“ ist der Big Data Monitor. Er sammelt Daten aus dem ganzen Werk, bereitet sie auf und zeigt in übersichtlichen Grafiken Zusammenhänge auf. Big Data Anwendungen sind am Audi-Standort Neckarsulm in mehreren Bereichen im Einsatz erleichtern beispielsweise die Arbeit in der Werklogistik, indem sie die Abläufe schneller und effizienter machen. Der Big Data Monitor bereitet Daten in farbigen Feldern von unterschiedlicher Größe auf, in Balkengrafiken und in Verlaufskurven. Ein kleines Feld bedeutet beispielsweise niedrige, ein großes Feld hohe Kosten.