Grabung Insula 1 Kempten

August 2, 2019 | Kategorie:Nachrichten |
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2.8.2019 Kempten im Allgäu. Wie lebten die Römer in Kempten? Im Sommer 2019 startet ein mehrjähriges Projekt zur Erforschung der römischen Wohnbebauung von Cambodunum.

Bis 6. September 2019 findet im Archäologischen Park Cambodunum eine archäologische Ausgrabung eines Wohngebäudes statt.

Das Projekt zur Erforschung der römischen Wohnbebauung von Cambodunum wird vom Kulturamt Kempten in Kooperation mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführt.

Besucherinnen und Besucher können in diesem Jahr zwischen bis 6. September 2019 bei Ausgrabungen im Freigelände des Archäologischen Park Cambodunum dabei sein und sich von Wissenschaftlern vor Ort über die aktuellen Ergebnisse informieren lassen.

Die Archäologen gehen dabei der Siedlungsgeschichte des römischen Kempten nach.

Am Westrand eines römischen Wohnviertels, der sogenannten Insula 1, untersuchen sie das einzige Bürgerhaus von Cambodunum, das nicht durch moderne Bebauung zerstört wurde.

Hierbei werden in detektivischer Forschungsarbeit Befunde freigelegt, die bislang nur in den Berichten des ersten Cambodunum-Forschers, August Ullrich, von 1892 erwähnt sind.

Termine: immer Montag bis Freitag, bis 6. September 2019, jeweils von 10 bis 17 Uhr

Ort: APC Freigelände (Cambodunumweg/Ecke Thermenstraße)

Der Eintritt ist frei. Weitere Infos unter www.kempten.de/apc.

Hintergrundinformation:

Cambodunum-Kempten ist nicht nur die älteste, sondern bisher auch einzige Stadtgründung Roms in Raetien, die in den Jahren um Christi Geburt gezielt als „Idealstadt“ nach mediterranem Vorbild angelegt wurde. In Kempten nahm die Urbanisierung der neuen, bis zur Donau reichenden Provinzgebiete ihren Anfang.

Seit den Ausgrabungen des späten 19. Jahrhunderts spielt Cambodunum-Kempten als Paradebeispiel frühkaiserzeitlicher Stadtplanung in der internationalen Forschung eine zentrale Rolle.

Bis heute sind die damals erhobenen Daten, vor allem die im Zuge der oberflächlichen Freilegungen erstellten Grundrisspläne, eine wertvolle Quelle für Bauhistoriker und Archäologen.

Das antike Stadtquartier, das in den nächsten drei Jahren in Kooperation von Stadtarchäologie Kempten und dem Fach Provinzialrömische Archäologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) untersucht werden soll, bietet die einzigartige Möglichkeit, neue Aufschlüsse zu den Anfängen Cambodunum-Kemptens zu gewinnen.

Es werden neue Erkenntnisse zum ersten Forum der Stadt und damit zu den ältesten Spuren römischer Stadtkultur nördlich der Alpen erwartet.