Daniel Juncadella: “Das Ziel ist mein erstes DTM-Podium”

September 14, 2016 | Kategorie:Nachrichten |
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14.9.2016. Singapur ruft! Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Rund 1.600 Scheinwerfer machen die Nacht zum Tag und bilden den Rahmen für einen der Höhepunkte im Formel 1-Rennkalender – den Großen Preis von Singapur.

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten vom Wochenende
Neuigkeiten aus den Mercedes-AMG Motorsport-Teams
3 Fragen an Daniel Juncadella

Das ist passiert: Ergebnisse & Fakten

DTM: Lucas Auer fährt an seinem 22. Geburtstag im zweiten Rennen auf dem Nürburgring als Zweiter auf das Podium
International GT Open: Thomas Jäger und Mario Plachutta belegen in ihrem Mercedes-AMG GT3 im ersten Lauf in Spielberg Platz zwei
ADAC Bördesprint Cup: Guido Heinrich erzielt im ersten Rennen auf dem TT Circuit Assen Platz zwei in einem SLS AMG GT3

Newssplitter

#StatAttack: Im vergangenen Jahr gehörte der Marina Bay Street Circuit in Singapur nicht zu den besten Rennwochenenden für das Team. Ein Jahr zuvor fuhr Lewis Hamilton im F1 W05 Hybrid dort jedoch den ersten Silberpfeil-Sieg unter dem Flutlicht von Singapur ein. Für Lewis war es bereits sein zweiter Sieg auf dieser Strecke nach 2009.

Auch mit Blick auf die Pole Positions liegt der dreimalige Weltmeister in den Statistiken vorne: Gemeinsam mit Sebastian Vettel erzielte er mit drei Poles die meisten in den bislang acht Ausgaben des Singapur Grand Prix. In der Saison 2014 gelangen ihm sogar die Pole, der Sieg und die schnellste Rennrunde. Eines ist in der noch relativ jungen Geschichte des Rennens aber noch keinem Team gelungen: Ein Doppelsieg.

König des Nürburgrings: Lucas Auer und der Nürburgring – das passt einfach. Die besondere Beziehung des Österreichers zum Eifelkurs nahm bereits in seiner Rookie-Saison im vergangenen Jahr ihren Lauf. Damals erzielte er auf dem Nürburgring seine erste DTM-Pole Position. Diese Serie setzte er in diesem Jahr nahtlos fort: Auer fuhr in beiden Qualifyings die Bestzeit.

Aber nicht nur das: Im zweiten Qualifying erzielte er in 1:22.728 Minuten die schnellste Runde des gesamten Rennwochenendes (Durchschnittsgeschwindigkeit: 157.919 km/h). Dabei fuhr Auer die absoluten Bestmarken im ersten und dritten Sektor. Seine drei schnellsten Sektorzeiten zusammengenommen ergeben eine theoretische Bestzeit von 1:22.449 Minuten – schneller als die Sektor-Kombinationen aller anderen Fahrer. Seine Bestzeitenjagd krönte der „König des Nürburgrings“ im zweiten Rennen mit einem Podestplatz – und all das an seinem 22. Geburtstag.

3 Fragen an Daniel Juncadella

Dani, obwohl es die Ergebnisse nicht ganz gezeigt haben, liegen einige starke Rennen hinter dir. Was hat sich seit Saisonbeginn für dich verändert?

Daniel Juncadella: Zu Beginn der Saison hatte ich viele Probleme. Aber nach dem Norisring haben wir das Auto gewechselt und seitdem sind meine Leistungen viel besser. Wir wissen nicht genau, woran das liegt. Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass auch beim vorherigen Auto alles gepasst hat. Trotzdem läuft es jetzt für mich viel runder und ich fühle mich im Auto einfach wohler. Dabei habe ich persönlich nichts verändert. Das Feld liegt in der DTM aber so eng zusammen, dass selbst kleinste Details den Unterschied ausmachen können. Es muss einfach alles perfekt stimmen.

Du hattest in dieser Saison sehr viel Pech mit unverschuldeten Kollisionen und Defekten wie einem nicht funktionierenden Scheibenwischer im Regenrennen von Moskau. Wie gehst du mit solchen Rückschlägen um?

Daniel Juncadella: Das ist natürlich nicht einfach. Aber das gehört zum Rennsport dazu. Ich kann solche Momente schnell abhaken. Wichtig ist, die Ruhe zu bewahren, und immer dein Bestes zu geben. Manchmal steckt man einfach nicht drin. Solche Defekte oder Zwischenfälle liegen nicht in deinem Einflussbereich. Deshalb ist es entscheidend, dich auf die Dinge zu konzentrieren, die du auch beeinflussen kannst. Dann kommt das Glück irgendwann auch wieder zurück.

Welche Ziele hast du dir für die letzten vier Saisonrennen gesetzt?

Daniel Juncadella: Mein Ziel ist, noch in dieser Saison meinen ersten Podestplatz in der DTM einzufahren. Ich glaube, nach den Formsteigerungen der letzten Wochen ist die Chance darauf vorhanden. Denn es läuft jetzt viel besser als zu Saisonbeginn und ich bin zuversichtlich, dass ich es schaffen kann. Aus Teamsicht drücke ich natürlich Robert die Daumen, dass er trotz des Rückschlags am Nürburgring vielleicht doch noch die Meisterschaft gewinnen kann.