Audi Motorsport Newsletter 34/2016

September 19, 2016 | Kategorie:Nachrichten |
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19.9.2016. Erfolgreiches Rennwochenende für Audi-DTM-Pilot Mattias Ekström in der Rallycross-Weltmeisterschaft: Der Schwede feierte in Barcelona seinen vierten Saisonsieg im Audi S1 EKS RX quattro und übernahm die Tabellenführung. Beim Finale des Blancpain GT Series Endurance Cup auf dem Nürburgring erzielte das Belgian Audi Club Team WRT einen Podiumsplatz.

Eins, zwei, drei, quattro: Ekström siegt in Barcelona

Mattias Ekström hat sich in der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft eindrucksvoll zurückgemeldet. Nachdem der Schwede in den beiden vergangenen Läufen jeweils im Halbfinale mit Reifenschäden die Chance auf den Sieg verspielte, gelang ihm mit seinem Team EKS auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya der vierte Saisonsieg. Gleichzeitig eroberte der Audi-DTM-Pilot die Führung in der Fahrer-Weltmeisterschaft zurück. Nach neun von zwölf Läufen liegt Ekström zehn Punkte vor dem amtierenden Weltmeister Petter Solberg. In der Team-Wertung liegt EKS nun 21 Zähler vor dem zweitplatzierten Team Peugeot Hansen. Der zehnte WM-Lauf findet am 1. und 2. Oktober in Riga statt. Audi Sport begrüßte im Rahmen der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft Audi-Gäste und Medienvertreter aus der ganzen Welt zu einem besonderen Event. Die Besucher absolvierten Probefahrten mit dem Audi R8 und durften auf den Beifahrersitzen des Schweden und seines Teamkollegen Toomas Heikkinen Platz nehmen, um eine Runde im 560 PS starken Audi S1 EKS RX quattro zu erleben.

Platz zwei beim Finale des Blancpain GT Series Endurance Cup

Einen Podiumsplatz errang das Belgian Audi Club Team WRT beim fünften und letzten Lauf des Blancpain GT Series Endurance Cup auf dem Nürburgring. Laurens Vanthoor, sein jüngerer Bruder Dries und Frédéric Vervisch fuhren im Audi R8 LMS auf den zweiten Platz. Mit einem starken Schlussspurt setzte Laurens Vanthoor den führenden Lamborghini unter Druck, musste sich aber mit nur 0,351 Sekunden Rückstand geschlagen geben. In der Pro-Am-Kategorie belegte das Audi-Kundenteam I.S.R. Racing mit Philippe Giauque, Henry Hassid und Franck Perera den dritten Rang im Rennen und beendete die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz in der Fahrerwertung der Pro-Am-Kategorie.

Rennsport-Fieber bei Audi South Austin

Am Mittwoch vor dem Lone-Star-Le-Mans-Wochenende in Austin herrschte beim ortsansässigen Audi-Händler echte Rennsport-Atmosphäre. Insgesamt zwölf Rennfahrer waren zu Besuch: Neben den Audi-Werksfahrern Marcel Fässler, André Lotterer, Benoît Tréluyer, Lucas di Grassi, Loïc Duval und Oliver Jarvis und Audi-Botschafter Allan McNish waren auch die Piloten aus der IMSA WeatherTech SportsCar Championship bei Audi South Austin zu Gast. Lawson Aschenbach, Matt Bell, Andrew Davies und Robin Liddell von Stevenson Motorsports sowie Andy Lally und John Potter von Magnus Racing komplettierten das Aufgebot. Die beiden amerikanischen Teams zählen zu den Kunden von Audi Sport customer racing. Ihre beiden Audi R8 LMS mitten im Ausstellungsraum des Händlers stießen auf große Begeisterung bei den Gästen.

Amerika-Programm für Tom Kristensen

Der Kalender von Tom Kristensen war rund um den sechsten Lauf zur FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC gut gefüllt. Direkt nach seinem Sieg beim Goodwood Revival in England reiste der neunmalige Le-Mans-Sieger nach Amerika. In den Tagen vor dem WEC-Rennen begrüßte er die Gäste der Primland-Golf-Veranstaltung in Virginia, zu deren Programm auch eine Driving Experience mit Audi zählte. Die Teilnehmer durften auf dem Virginia International Raceway sportliche Serienmodelle erproben, die Audi of America stellte. Als Highlight chauffierte Tom Kristensen verschiedene Gäste im Audi R8 LMS ultra um den Kurs. Auch der frühere australische Profi-Fußballer Craig Johnston war von der Mitfahrt im GT3-Rennwagen begeistert. Anschließend reiste Kristensen nach Texas zum Circuit of The Americas und schwenkte die Startflagge für das 6-Stunden-Rennen der FIA WEC.

Extratour durch Kalifornien

Marcel Fässler und Benoît Tréluyer verbrachten die Zeit zwischen den beiden FIA-WEC-Läufen in Mexiko-Stadt und Austin an der Westküste der USA. Die beiden Audi-Piloten fuhren von San Francisco nach Los Angeles, und zwar auf ihren Rennrädern. Für 740 Streckenkilometer benötigten sie fünf Tage, im Schnitt radelten sie zwischen Sonnenaufgang und -untergang 150 Kilometer. Der härteste Tag war ein 184 Kilometer langer Abschnitt mit 2000 Höhenmetern. „Die ganze Tour war eine tolle Herausforderung, die uns riesig Spaß gemacht hat“, freute sich Benoît Tréluyer. Marcel Fässler ergänzte: „Die Landschaft war wunderschön und die Steigungen anspruchsvoll, aber nie extrem. Das war gut für unseren Rhythmus. Die Tour war einfach toll.“

Tom Kristensen beim Race of Champions

Le-Mans-Legende Tom Kristensen wird auch beim nächsten Race of Champions antreten. Der Däne startet zum 15. Mal bei dem internationalen Kräftemessen der besten Rennfahrer, das am 21. und 22. Januar 2017 in Miami ausgetragen wird. Drei Mal stand der langjährige Audi-Pilot bei seinen vergangenen vier Starts im Finale und musste sich im Vorjahr nur knapp Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel geschlagen geben. „Offiziell habe ich meine Karriere beendet, aber ich bin schon so lange beim Race of Champions, dass es die Ausnahme dieser Regel ist“, sagt Kristensen. „Zwei Mal schon haben meine Mitstreiter und ich den ROC Nations Cup für uns entschieden, aber ich will unbedingt auch noch die Individualwertung gewinnen. Es macht mir immer noch riesigen Spaß, gegen die jungen Fahrer anzutreten.“

Nachgefragt bei … Stefan Dreyer

Stefan Dreyer, Leiter LMP, analysiert den sechsten Lauf der WEC in Austin und gibt einen Ausblick auf die verbleibenden drei Rennen.

Audi war mit beiden R18 beim sechsten Lauf zur FIA WEC absolut konkurrenzfähig. Wie bewerten Sie den Einsatz?

Nach Mexiko ist uns ein weiterer Schritt nach vorn gelungen. Beide Autos haben um den Sieg gekämpft, die Fahrer waren auf Anhieb schnell und haben alle Trainings und in der Anfangsphase auch das Rennen dominiert.

Hing dies auch mit den Bedingungen auf der Strecke von Austin zusammen?

Der Kurs ist mit seinen 20 unterschiedlichen Kurven ganz schön schwierig. Mit 36 Grad Außentemperaturen und 48 Grad auf dem Asphalt war es ein Härtetest, den der Audi R18 gut bestanden hat. Wir haben in der ersten Rennhälfte rund eine Minute Vorsprung herausgefahren. Das Auto kommt mit den Reifen in diesen Bedingungen sehr gut zurecht – da waren wir besser als die Konkurrenz.

Warum hat es am Ende trotzdem nicht gereicht?

Zum ersten Mal hatten wir mit der Nummer 7 Unfallpech beim Überrunden. Heute war auch unsere Boxenstopp-Performance nicht gut genug. Wir müssen noch analysieren, weshalb die Nummer 8 ein elektrisches Problem hatte. Das hat uns 50 Sekunden gekostet, am Ende fehlten uns 23 Sekunden zum Sieg. Ansonsten lief der R18 in der großen Hitze sehr zuverlässig. Leider hatten wir einmal mehr mit den Gelbphasen kein Glück.

Was erwarten Sie für die verbleibenden drei Rennen?

Wir haben gezeigt, dass gerade in der zweiten Saisonhälfte mit dem Audi R18 zu rechnen ist. Das stimmt uns zuversichtlich für die restlichen drei Läufe in Asien. So spannend wie in diesem Jahr waren die Rennen schon lange nicht mehr und wir wollen unbedingt noch gewinnen.

Termine der nächsten Woche

23.–24.09. Spa (B), 5. Lauf GT3 Le Mans Cup
23.–25.09. Budapest (H), 15. und 16. Lauf DTM
23.–25.09. Budapest (H), 11. und 12. Lauf Audi Sport TT Cup
23.–24.09. Most (CZ), 13. und 14. Lauf DMV GTC
23.–25.09. Imola (I), 11. und 12. Lauf Italienische GT-Meisterschaft
24.09. Nürburgring (D), 8. Lauf VLN
24.–25.09. Yeongam (ROK), 7. und 8. Lauf Audi R8 LMS Cup