1.7.2019 – Falsche Polizeibeamte in Memmingen aktiv

Juli 1, 2019 | Kategorie:Nachrichten |
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1.7.2019 Memmingen. Eilige Informationsmeldung für die Landkreise Günzburg und Neu-Ulm und die Stadt Memmingen. Ganz aktuell werden dort Betrugsanrufe zum Nachteil von Senioren registriert.

Die Vorgehensweise ist meist gleich: Ein falscher Polizeibeamter meldet sich am Telefon und gibt vor, eine Einbrecherbande festgenommen zu haben. Dieser habe Aufzeichnungen mitgeführt, die auf einen bevorstehenden Einbruch beim Angerufenen hindeuten. Aus diesem Grund sei das Vermögen der Angerufenen in Gefahr; die Polizei würde dies an sich nehmen bis die Gefahr beseitigt sei.

Möglich sind aber auch andere Vorgehensweisen, um an Informationen wie Persönlichkeits- und Vermögensverhältnisse zu gelangen. Beispielsweise der Anruf eines falschen Bank- oder Versicherungsmitarbeiters.

Nicht nur, dass die Betrüger das Vertrauen der Angerufenen in die Polizei missbrauchen. Sie schaffen es, durch eine technische Manipulation im Display der Angerufenen die Nummer 110 oder der örtlichen Polizei anzeigen zu lassen. So untermauern sie ihre falsche Eigenschaft des Polizeibeamten und erhöhen die Glaubwürdigkeit immens.

Oftmals ergaunern die Betrüger von ihren Betrugsopfern viele tausend Euro oder Schmuck und Goldbarren, die teilweise von der Bank erst noch abgeholt werden müssen. Sie gelangen an die komplette Altersvorsorge von gutgläubigen Senioren.

Seit heute Mittag wurden in den Landkreisen Günzburg und Neu-Ulm, sowie in Memmingen über ein dutzend Anrufe polizeilich registriert. Die Dunkelziffer dürfte höher sein.

Ratschläge der Polizei:

Gebt am Telefon niemandem Auskunft über private und vermögende Verhältnisse.

Legt auf und trennt dadurch die Verbindung.

Meldet den Anruf sofort der Polizei. Ganz wichtig: Wählt hierzu die Nummer Eurer örtlichen Dienststelle. Die Verbindung muss zuvor getrennt sein; idealerweise nutzt Ihr einen anderen Apparat, vielleicht den von Euren Nachbarn oder ein Mobiltelefon.

Informiert Angehörige oder Nachbarn von dem Anruf und der Betrugsmasche.

Prüft unbedingt, ob Ihr weiterhin im Telefonbuch eingetragen sein müsst.

(Foto: Polizei)