Familie – Definition

Es gibt kaum Wörter in der Sprache die so schwer zu definieren sind wie das Wort Familie und doch findet ein jeder der es liest oder hört eine Antwort auf die Frage der Bedeutung. Doch genau das macht es ja so schwierig eine allgemeingültige Aussage zu treffen. Der eine hat wunderschöne Erinnerungen und festgelegte Vorstellung an eine Familie und verbindet diese mit seiner Aussage. Der andere wirkt wie gelähmt und verteufelt eine derartige Verbindung von Menschen. Es wird immer deutlicher, dass gerade bei der Beantwortung vor allem Gefühle und Eindrücke eine wesentliche Rolle spielen. Und genau diese Gefühle und persönlichen Eindrücke machen die Einfachheit des Wortes Familie zunichte. Denn aus der reinen Definition heraus umfasst das Wort lediglich einen Anspruch auf Zugehörigkeit innerhalb einer Blutlinie, was nichts anderes bedeutet, als dass eine Familie bereits entstanden ist, wenn eine Person einen Nachkommen in die Welt setzt oder ein anerkannter Zusammenschluss zweier Personen vollzogen wurde. Wird diese Aussage objektiv betrachtet, wird sehr schnell erkannt, dass im Grunde alle Menschen oder Lebewesen auf dieser Erde einer Familie angehören. Denn alle stammen von weiteren Personen ab, liebevoll als Eltern bezeichnet, Die Eltern wiederum von ihren Eltern, und so weiter und so fort. Die Zusammenschlüsse und die daraus eventuell entstehenden Nachkommen bilden somit die schon beschriebene Blutslinie. Die Familie in seiner reinen Form spiegelt sich also in dieser Betrachtung 100prozentig wieder. Interessant wird es dabei aber erst, wenn diese reine Definition vom wirklichen Leben durchbrochen wird und persönliche und somit subjektive Erklärungen ins Spiel kommen oder ausgelebt werden. gerade in der heutigen Zeit, welche unweigerlich etwas offener und freizügiger gestaltet werden kann, kommt es nicht selten zu etwas, im Zusammenhang mit der reinen Definition gesehen, unüblichen Auslebungsform. Heute werden Zusammenschlüsse von Personen in all ihren Arten beobachtet. Frau – Frau, Mann – Mann, ledig mit Kind, verheiratet mit unehelichem Kind. Es gibt genügend Beispiele um die unterschiedlichsten Gemeinschaftsformen zu symbolisieren. Im Grunde dienen sie im Emotionalen Sinn aber nur einer Gegebenheit, dem Gefühl von Familiengestaltung. Die Blutlinie als feste Variable dient hier nicht mehr als Grundsatz. Es sind die Gefühle und Emotionen gegenüber anderen Menschen, die die Welt schaffen in der Familie zur Realität wird. Die Ausübung der Nachkommenschaffung spielt nur untergeordnet eine Rolle oder aber genau die Hauptrolle. Die Unterschiedlichkeit der Menschen und deren Charaktere, deren Lebensstil und -wandel sind eher ein Indikator für die vorhandene Vielfalt von Familienansichten und Bedeutungen. Und gerade die persönliche Ebene fordert und fördert das Familienbild. Unabhängig davon in wie weit die Familie im positivem oder negativem sinn von jedem Einzelnen betrachtet wird. wird sich der Versuchung gestellt, beide Linien, sprich die objektive Linie und die subjektive Linie unter einen Hut zu bekommen, bedarf es schon einem genauerem Betrachten der Gegebenheiten. Festgestellt werden kann definitiv, dass viele einzelne Komponenten sich in beiden Formen wieder finden, dafür andere aber auch dementsprechend weit von einander entfernt liegen. Ist die Bewusstheit für deren Erkenntnis erreicht, bleibt nur eine These zu bilden und diese mit dem Tatsächlichem ab zu gleichen. Wie in einem schönen Buch werden für eine Familie drei wesentliche Bestandteile benötigt, ein Anfang, ein Mittelteil und ein Ende. Den Anfang einer Familie bilden auf jeden Fall die Eltern, deren Zusammenschluss den Grundbaustein für eine Familie symbolisieren. Eine Wertung des Zusammenschlusses darf es dabei aber nicht geben, denn alleine die Tatsache, dass eine Vereinigung zweier Menschen vorliegt, bildet das Grundgerüst. Den Mittelteil finden wir in dem Leben der Eltern und somit ihrer Auslebung des Zusammenseins. Mit beinhaltet sind daher auch die Vergrößerung der Familie durch Nachkommen. Die Anzahl spielt dabei natürlich auch keine Rolle. Für das Ende gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen das tatsächliche Ende, was bedeuten kann, dass die Verbindung aufgelöst wird oder durch Tod einer oder beider Personen nicht mehr existiert. Die Blutslinie wird in dieser kleinen Form von Familie somit unterbrochen und beendet. Voraussetzung dafür ist aber das Nichtvorhandensein von Nachkommen. Die andere Möglichkeit eines Endes bedeutet gleichermaßen wieder einen Anfang. Sind nämlich Nachkommen vorhanden sind die Möglichkeiten geschaffen einer Neuentwicklung einer anderen eigenständigen Familie, welche zwar auf der vorhandenen Blutlinie aufbaut und doch selbstständig und neu getragen wird von einem Zusammenschluss eines Nachkommens mit einer Person eines anderen Familiengebildes. Wie die Auslebung der Familie im Einzelnen aber stattfindet, sei jedem selbst überlassen und spiegelt somit die unbegrenzten Ansichten von Familien wieder.